NHS CASE STUDY

VERÄNDERUNG DER UNTERNEHMENS-KULTUR DURCH UMSETZBARE ERKENNTNISSE

Der Nationale Gesundheitsdienst strebt einen Kulturwandel an, um Ungleichheiten im Unternehmen zu beseitigen.

Die Herausforderung

Trotz jahrelanger intensiver Bemühungen um Vielfalt und Eingliederung und zahlreicher Initiativen gibt es nach wie vor Ungleichheiten im Bezug auf Geschlecht und Herkunft auf den höheren Ebenen. Im Jahr 2019 meldete der NHS ein durchschnittliches geschlechtsspezifisches Lohngefälle von über 30%. Ziel dieser Untersuchung war es, den NHS Trusts verwertbare Einblicke in die kulturellen Faktoren zu geben, die zu Ungleichheit, Lohnunterschieden und der Unterrepräsentation von Frauen und BAME-Mitarbeitenden in Führungspositionen beitragen. Für die Bewertung wurde CultureQuest verwendet, eine kulturelle Bewertung, die von Psychologen bei Conflux entwickelt und von Tivian, dem führenden Anbieter von Mitarbeiterfeedback- und Berichtsplattformen, bereitgestellt wurde. Das CultureQuest Parity Assessment misst sowohl die verhaltensbezogenen als auch die kulturellen Faktoren, die Entscheidungen und Arbeitsweisen beeinflussen. Mitarbeitende von 15 NHS Trusts wurden im Februar 2020 aufgefordert, an der Online-Umfrage teilzunehmen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse basiert auf den 5.754 ausgefüllten Antworten.

Die Lösung

Die Bewertung ergab, dass die Erwartungen in Bezug auf die Gleichstellung nicht erfüllt wurden und dass die Zahlen deutlich unter denen anderer Beschäftigungssektoren liegen. Auf die Frage, wie stark sich ihr derzeitiger Arbeitgeber für die Chancengleichheit einsetzt, gaben 34% der Männer und 35% der Frauen an, dass sich der NHS “voll und ganz für die Chancengleichheit aller Mitarbeitenden einsetzt”. 36% der Männer und 33% der Frauen sind der Meinung, dass Menschen aufgrund ihrer Leistung erfolgreich sind. Die Befragten nannten die wichtigsten Führungseigenschaften, die ihrer Meinung nach am meisten geschätzt und belohnt werden, wenn es um Entscheidungen über Einstellungen, Beförderungen und Leistungsmanagement geht. Auf die Frage, welche Eigenschaften am meisten geschätzt und belohnt werden sollten, um Höchstleistungen zu erbringen, legten die Befragten viel mehr Wert auf integrative Eigenschaften wie Aufgeschlossenheit, Mitgefühl und Empathie. 

Das demografische Profil der Befragten bestätigt die Ansicht, dass das geschlechtsspezifische Lohngefälle im NHS weitgehend auf den geringeren Anteil von Frauen in den höchsten und besser bezahlten Positionen zurückzuführen ist.

Die Ergebnisse

Bevor irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden, muss der NHS die in der CultureQuest-Bewertung festgestellten Probleme erkennen und vorrangig angehen. Eine ständige Überprüfung der Verfahren und Entscheidungen im Zusammenhang mit der Einstellung, dem Leistungsmanagement und der Beförderung ist erforderlich. Eine kritische Bewertung der Sprache und des Tons aller Materialien im Zusammenhang mit der Einstellung, den Kompetenzrahmen, dem Leistungsmanagement und der Karriereentwicklung wird dazu beitragen, geschlechtsspezifische Vorurteile zu beseitigen. Informelle und unstrukturierte Einstellungs- und Beurteilungsverfahren sind eine wichtige Quelle für Voreingenommenheit. Um einen dauerhaften Wandel herbeizuführen, müssen Best-Practice-Verfahren eingeführt und durchgesetzt werden. Alle Führungskräfte, die für das Talentmanagement verantwortlich sind, sollten sich verpflichten, einfache, bewährte Verfahren zu befolgen, z. B. erfolglosen Bewerbern ein Feedback zu geben. Dies wird die Schaffung einer offenen, leistungsorientierten Kultur im gesamten NHS unterstützen.

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